Babyratgeber Zahnpflege Zahnschäden vorbeugen durch Milchzahnpflege von Anfang an Foto:Sharon McCutcheon bei Unsplash

Milchzähne und Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern

Wie und wie oft muss man Milchzähne putzen?

Sobald das erste Zähnchen sichtbar ist, musst du dringend mit der Zahnpflege beginnen. Das ist zwar nicht immer so einfach, weil das Baby natürlich den Sinn des Zähneputzens noch nicht versteht, aber du tust deinem Kind mit einer konsequenten Zahnpflege langfristig etwas Gutes. Früher wurden die Milchzähne „nur“ als Platzhalter für die kommenden Zähne angesehen und die Zahnpflege bei Babys oft vernachlässigt. Heute weiß man aber, dass Karies von den Milchzähnen auf die bleibenden Zähne übergehen kann und man kennt die Wichtigkeit eines intakten Milchgebisses für die Sprachentwicklung.

Zur Pflege der Milchzähne kannst du zunächst eine Babyzahnbürste oder einen Zahnpflege-Fingerling besorgen. Damit bürstest du die Zähnchen täglich einmal ohne Zahnpasta, ab dem zweiten Lebensjahr zweimal täglich mit Kinderzahnpasta. Hierbei musst du darauf achten, dass die Zahnpasta für Kinder ab einem Jahr geeignet ist.

Zahnbürsten für Babys und Kinder sind sehr unterschiedlich:

Es gibt sie mit Silikonborsten oder Kunststoffborsten, als elektrische Kinderzahnbürsten oder als Baumwollfingerling. Womit du am besten die Milchzähne putzt, ist einerseits Geschmackssache, andererseits bieten Berichte der Stiftung Warentest eine gute Orientierung bei der Auswahl des richtigen Produkts. Babyzahnbürsten zum Üben der Zahnpflege machen nur Sinn, wenn du auch vor Erscheinen der ersten Zähne täglich mit deinem Baby übst. Dann kennt dein Kind die Prozedur schon und macht vielleicht weniger Theater, wenn du die Milchzähne putzen willst.

Generell kannst du beim Kauf von Kinder Zahnbürsten darauf achten, dass der Griff ergonomisch ist und dass der Bürstenkopf möglichst klein ist. So kann dein Kind in jeden Winkel im Mund auch mit der Zahnbürste hin gelangen. Dies ist auch ein gutes Kriterium bei Zahnbürsten für Babys.

Die Borsten von Kinder Zahnbürsten sollten weicher sein und in jedem Fall abgerundet, sodass Zahnfleisch und Zahnschmelz nicht beschädigt werden.

Zahnschäden vorbeugen durch Milchzahnpflege von Anfang an

Aber warum ist die Zahnpflege eigentlich schon so früh wichtig? Der Zahnschmelz der Milchzähne ist um ein Vielfaches dünner als beim bleibenden Zahn. Karies hat so sehr schnell sein Unwesen getrieben und verbreitet sich im Kindermund rasant. So weit solltest du es also gar nicht erst kommen lassen. Hat der Karies den Zahnschmelz erst einmal angegriffen, ist rasch auch das Zahnbein betroffen und der darunterliegende Nerv beschädigt. Dann hilft nur noch eine ebenfalls schmerzhafte und wahrscheinlich ängstigende Behandlung beim Zahnarzt. Oft sind die bleibenden Zähne dann schon mitgeschädigt und spätere Kariesprobleme sind vorprogrammiert. Nur durch regelmäßiges Putzen kannst du wirksam Zahnschäden vorbeugen.

Um die Gefahr von Karies generell zu verringern, solltest du deinem Baby auf keinen Fall gesüßte Getränke geben. Auch Tees speziell für Babys können Zucker enthalten, verdünnte Obstsäfte oder gar Limonade sind voll mit Zucker, der bei einem Baby großen Schaden anrichtet. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden von den Kariesbakterien in Säuren umgewandelt, die den Zahnschmelz zerstören. Wenn dein Kind zusätzlich gerne den Flaschensauger im Mund hat und ständig mit der Flasche herumläuft, umspült die zuckrige Flüssigkeit ständig die empfindlichen Zähnchen und es kann Nuckelkaries entstehen.

Ab wann sollen wir das Baby mit zum Zahnarzt nehmen?

Ganz klar: So früh wie möglich! Dein Kind kann sich zunächst mit der Praxis vertraut machen und der Zahnarzt kann spielerisch die ersten Untersuchungen machen, sobald er es für nötig hält und das Kind die Untersuchung zulässt. Alles Weitere ergibt sich dann.

Erfahre auch, wie und wie oft Milchzähne geputzen werden und wie du Babys und Kleinkindern beim Zahnwachstum oder in der schmerzhaften Phase des zahnen Schmerzen lindern kannst.

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